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Herzlich willkommen

unter dem

Heidenturm

EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE

DITTELSHEIM-HESSLOCH-FRETTENHEIM

         Grüße von Rita Schaab

Liebe Gemeinde in Dittelsheim-Heßloch und Frettenheim,

herzliche Grüße sende ich Ihnen aus der Pfalz.

Sie alle haben mir meinen Abschied mit großer Wertschätzung  gestaltet und mich mit Ihren vielen Ideen und Worten und Geschenken überwältigt. Sie haben dabei auch meinen Mann in die vielen guten Wünsche miteinbezogen. DANKE, das ist das einzige Wort, das ich Ihnen sagen kann…

Manchmal ertappe ich  mich dabei, dass ich überlege: Was will ich heute alles tun? Eine Predigt beginnen? Ins Gemeindehaus zum Konfi-Unterricht gehen?  Zum Hausbesuch aufbrechen? Dann ist plötzlich die Realität da: Pfarrerin im Ruhestand. Was das bedeuten könnte, daran arbeite ich.

Viele setzen die Arbeit in der Kirchengemeinde fort –  die junge Kollegen, die Mitarbeitenden und  viele Ehrenamtliche. Gottes Segen wünsche ich  Ihnen mit einem Vers aus dem Messias von Händel

„Er weidet seine Herde, dem Hirten gleich, und heget seine Lämmer so sanft in seinem Arm; er nimmt sie mit Erbarmen auf in seinen Schoß, und leitet sanft, die in Nöten sind.“

                                             Es grüßt Sie Ihre Rita Schaab

Abschied Pfarrerin Rita Schaab

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Fotos: Justyna Reiss (bis auf 3 Fotos von Yvonne Schnur)

Eine Ära geht zu Ende

Pfarrehepaar Schaab verlässt Dittelsheim-Hessloch nach 40 Jahren

 

Stehende Ovationen für eine Predigt gibt es in der evangelischen Kirche ausgesprochen selten. Am vergangenen Sonntag jedoch wollte der Applaus kein Ende nehmen als Pfarrerin Rita Schaab in der Dittelsheimer Heidenturmkirche zum letzten Mal von der Kanzel stieg. Nach jahrzehntelangem Wirken in den Gemeinden Dittelsheim-Hessloch und Frettenheim wurde die Theologin von Dr. Klaus-Volker Schütz, Propst für Rheinhessen, in den Ruhestand verabschiedet.

 

Klaus und Rita Schaab prägten das evangelische Leben der Heidenturmgemeinde beinahe 40 Jahre lang. Wie eng das Pfarrehepaar heute mit den Menschen dort verbunden ist, davon zeugten die rappelvolle Kirche und die zusätzlichen Bänke außerhalb des Gotteshauses für die Besucher, die an den Geschehnissen mittels Übertragung teilhaben konnten. 1976 folgte Rita Schaab ihrem Mann als "Pfarrfrau" ins rheinhessische Hügelland, ein Jahr später wurde sie in Dittelsheim ordiniert. Als Pfarrer Schaab 1991 das Amt des Landesjugendpfarrers der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) antrat, übernahm Rita Schaab als Pfarrvikarin die Gemeinde. 25 Jahre lang war sie beinahe rund um die Uhr für die heute rund 1.000 Gemeindeglieder in Dittelsheim-Hessloch und Frettenheim da, brachte die Osterferienspiele mit auf den Weg, engagierte sich für den europäischen Jakobspilgerweg, organisierte Gemeindefeste, Krippenspiele, Konfi-Fahrten und vieles mehr. Als "Seelsorgerin, Managerin, Kommunikatorin und Werbeträgerin für unser Anliegen" wurde die langjährige Stellvertreterin des Dekans von Alexander Ebert, Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands, beschrieben.

 

"Gott hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, im gemeinsamen Lachen und Weinen, Feiern und Klagen", predigte Pfarrerin Schaab in Anlehnung an den zweiten Korintherbrief. Lachen und Weinen - beides fand seinen Platz während des feierlichen Abschiedsgottesdienstes. Sichtlich bewegt dankte Rita Schaab den vielen Wegbegleitern, dank derer die ganze Familie während der vergangenen Jahrzehnte "in guten wie in schlechten Zeiten" Solidarität und Gemeinschaft erfahren habe.

 

"In Rom wird heute Mutter Teresa heiliggesprochen, doch hier in Dittelsheim-Hessloch ist auch nicht weniger los", konstatierte Dr. Klaus-Volker Schütz, Propst für Rheinhessen in seiner Ansprache, bevor er Pfarrerin Schaab offiziell aus dem kirchlichen Dienst verabschiedete. Von freien Wochenenden, leeren Terminkalendern und "freiwilligen" Gottesdienstbesuchen an Weihnachten wurde in den zahlreichen Grußworten gesprochen. Am meisten freut sich die frischgebackene Ruheständlerin und baldige Wahl-Pfälzerin jedoch über die Zeit, die sie mit ihren Enkelkindern verbringen wird.

 

Das musikalische Adieu wurde auf Rita Schaabs Wunsch vom Gesangverein Eintracht 1912 Osthofen dargeboten. "Sag beim Abschied leise Servus" sangen die Männer voll Wehmut und rundeten damit den sehr musikalischen Festgottesdienst ab, der außerdem von Christian Seibert an der Orgel, einem Projektchor unter der Leitung von Frank-Josef Schefer, dem Streichquartett Samathoso sowie der Chorgemeinschaft Dittelsheim-Heßloch unter der Leitung von Heinrich Lott gestaltet wurde.

 

Text von Yvonne Schnur

 

 

 

 

 

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