Andacht zu Jubilate - 3. Mai 2020

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Andacht für zu Hause am 2. Sonntag nach Ostern, 26. April 2020,

der Sonntag des „guten Hirten“, „Misericordias Domini“

(„Die Erde ist voll der Güte des Herrn“),

 

Wir beginnen die Andacht

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Das Bibelwort für diesen Sonntag des guten Hirten lautet:

Jesus Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme,

und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“

(Johannes 10, 11a.27-28a)

 

Gott und Jesus Christus sind die guten Hirten auf unserem Weg durchs Leben.

Sie sind für uns da. Dieser Vers hat unserem Sonntag seinen Namen gegeben.

 

Einer der bekanntesten Texte der Bibel ist der Psalm 23.

Er ist für diesen Sonntag als Psalm vorgesehen ist:

(Evang. Gesangbuch 711, kann in Familien im Wechsel gebetet werden)

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

     Er weidet mich auf einer grünen Aue

     und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

     Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

     fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

     Du bereitest vor mir einen Tisch

     im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

     Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

     und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

Mit Dietrich Bonhoeffers Morgengebet können wir zu Gott kommen und bitten:

 

Gott, zu dir rufe ich in der Frühe des Tages.

Hilf mir beten und meine Gedanken sammeln zu dir;

ich kann es nicht allein.

 

In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht;

ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht;

ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe;

ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede;

in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld;

ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

 

Vater im Himmel, Lob und Dank sei dir für die Ruhe der Nacht,

Lob und Dank sei dir für den neuen Tag.

Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue in meinem vergangenen Leben.

 

Du hast mir viel Gutes erwiesen,

lass mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen.

Du wirst mir nicht mehr auflegen, als ich tragen kann.

Amen.

 

 

Das Evangelium vom guten Hirten für diesen 2. Sonntag nach Ostern

finden wir  Johannesevangelium 10, 11-16 und 27-30:

Jesus Christus spricht:

11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören,

sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich

auf die Schafe und zerstreut sie –,

13 denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.

14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,

15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater.

Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall;

auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören,

und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;

28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen,

und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

29 Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles,

und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen.

30 Ich und der Vater sind eins.

 

Meditation:

 

„Der Herr ist mein Hirte….“ Wer kennt nicht diese Worte voller Vertrauen.

Wie oft haben wir sie schon gebetet.

Der Psalm spricht uns an, denn in ihm spiegelt sich unser Leben und in diesen Worten finden wir Halt und Hoffnung.

Wie im Psalm beschrieben, so ist unser Leben:

Da gibt es „grüne Auen“, „frische Wasser“ und

Zeiten, die unsere Seele „erquicken“.

Welche Zeiten, Begegnungen und Erlebnisse fallen Ihnen da ein,

wenn sie auf die letzten Tage, Wochen und Monate zurückblicken?

Es sind Zeiten, in denen das Leben schön ist und wir glücklich sind,

weil wir ein Ziel erreicht haben, uns angenommen, gehalten und getragen fühlen.

Oder Zeiten, in denen wir schönes erleben durften, eine Reise, ein Besuch,

eine Fest, ein schönes Gespräch, eine frohe Begegnung.

Es sind aber nicht nur die großen Momente des Lebens, die uns froh und glücklich machen, sondern  auch vielen kleinen, unscheinbaren und alltäglichen Ereignisse.

Im Moment sind das zum Beispiel Gespräche am Telefon, Grüße und Nachrichten durch die verschiedenen elektronischen Medien, ein Brief, der Mut macht,

oder einfach der Blick hinaus in den Garten, auf die Felder und Weinberge,

wo die Natur zu neuem Leben erwacht.

In einem Mutmachtext eines unbekannten Autors heißt es:

„Ich danke dir

für jedes Lächeln, das mir einer schenkt,

für jede Gefälligkeit, die mir jemand erweist,

für jeden Trost, den ich erhalte,

für jede Blume, die mir Freude bringt.“

 

Diese Momente im Leben sind ganz wichtig, denn sie geben so viel Kraft,

wenn wir sagen müssen  – wie es im Psalm heißt –

„und ob ich schon wanderte im finstern Tal.“

Viele empfinden die Zeit im Moment als finsteres Tal

wegen der Einsamkeit, der Sorge um die Gesundheit,

der Unsicherheit, wie es am Arbeitsplatz, mit dem Betrieb in den nächsten Wochen  weitergehen wird.

Finstere Täler durchwandern auch alle, die einen kranken Menschen begleiten,

für ihn hoffen, um ihn bangen,

oder die Abschied von einem lieben Menschen nehmen mussten und nun alleine, voller Trauer, ihren Weg weitergehen müssen.

 

Eine Hilfe, ein Trost und ein Halt sind in solchen Situationen die Worte unseres Psalms:

„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

 

Der berühmte Philosoph Immanuel Kant sagte einmall:

„Ich habe in meinem Leben viele kluge Bücher gelesen.

Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden,

was mein Herz so stille und froh gemacht hätte,

wie die Worte aus dem 23. Psalm: "Du bist bei mir."

(Zitat zu lesen bei „Gottkontakt.de“ der EKHN)

 

Diese Worte können auch uns im Moment ganz viel Kraft geben

und uns zur Ruhe kommen lassen:

Gott, du guter Hirte meines Lebens, „du bist bei mir“ in den guten und schönen Momenten des Lebens, wenn mir die Sonne des Glücks lacht.

Gott, du guter Hirte meines Lebens, „du bist bei mir“ auch in den finsteren Tälern

des Lebens, in dunklen Stunden, wenn wir uns einsam und verlassen fühlen

und keinen Weg in die Zukunft für uns erkennen können.

Gott, du guter Hirte meines Lebens, „du bist bei mir“ immer und überall,

ich bin nicht allein, nicht vergessen, niemals verloren.

 

Du weißt immer einen Weg für mich heraus aus allen finsteren Tälern des Lebens

ins Licht der Hoffnung und Zuversicht.

Oder wie es in einem Choral aus dem Gesangbuch heißt:

„Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl,

das macht die Seele still und friedevoll.“

 

Das ist eine gute Nachricht für uns

und sie möge uns genauso viel Ruhe, Kraft und Mut geben wie Immanuel Kant.

Mögen auch wir voller Vertrauen beten können:

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;

dswort heißt es:

Möge Gott auf dem Weg,

den du vor dir hast, vor dir hergehen.

Das ist mein Wunsch für deine Lebensreise.

Mögest du die hellen Fußstapfen des Glücks finden

und ihnen auf dem ganzen Weg folgen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich;

der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und grüße Sie ganz herzlich!

Gott, der gute Hirte, behüte uns alle!

 

Pfr. Andreas Schenk

 

 

Andacht zum 2. Sonntag nach Ostern - 26. April

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Andacht für zu Hause am 2. Sonntag nach Ostern, 26. April 2020,

der Sonntag des „guten Hirten“, „Misericordias Domini“

(„Die Erde ist voll der Güte des Herrn“),

 

Wir beginnen die Andacht

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Das Bibelwort für diesen Sonntag des guten Hirten lautet:

Jesus Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme,

und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“

(Johannes 10, 11a.27-28a)

 

Gott und Jesus Christus sind die guten Hirten auf unserem Weg durchs Leben.

Sie sind für uns da. Dieser Vers hat unserem Sonntag seinen Namen gegeben.

 

Einer der bekanntesten Texte der Bibel ist der Psalm 23.

Er ist für diesen Sonntag als Psalm vorgesehen ist:

(Evang. Gesangbuch 711, kann in Familien im Wechsel gebetet werden)

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

     Er weidet mich auf einer grünen Aue

     und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

     Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

     fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

     Du bereitest vor mir einen Tisch

     im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

     Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

     und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

Mit Dietrich Bonhoeffers Morgengebet können wir zu Gott kommen und bitten:

 

Gott, zu dir rufe ich in der Frühe des Tages.

Hilf mir beten und meine Gedanken sammeln zu dir;

ich kann es nicht allein.

 

In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht;

ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht;

ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe;

ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede;

in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld;

ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

 

Vater im Himmel, Lob und Dank sei dir für die Ruhe der Nacht,

Lob und Dank sei dir für den neuen Tag.

Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue in meinem vergangenen Leben.

 

Du hast mir viel Gutes erwiesen,

lass mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen.

Du wirst mir nicht mehr auflegen, als ich tragen kann.

Amen.

 

 

Das Evangelium vom guten Hirten für diesen 2. Sonntag nach Ostern

finden wir  Johannesevangelium 10, 11-16 und 27-30:

Jesus Christus spricht:

11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören,

sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich

auf die Schafe und zerstreut sie –,

13 denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.

14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,

15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater.

Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall;

auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören,

und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir;

28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen,

und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

29 Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles,

und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen.

30 Ich und der Vater sind eins.

 

Meditation:

 

„Der Herr ist mein Hirte….“ Wer kennt nicht diese Worte voller Vertrauen.

Wie oft haben wir sie schon gebetet.

Der Psalm spricht uns an, denn in ihm spiegelt sich unser Leben und in diesen Worten finden wir Halt und Hoffnung.

Wie im Psalm beschrieben, so ist unser Leben:

Da gibt es „grüne Auen“, „frische Wasser“ und

Zeiten, die unsere Seele „erquicken“.

Welche Zeiten, Begegnungen und Erlebnisse fallen Ihnen da ein,

wenn sie auf die letzten Tage, Wochen und Monate zurückblicken?

Es sind Zeiten, in denen das Leben schön ist und wir glücklich sind,

weil wir ein Ziel erreicht haben, uns angenommen, gehalten und getragen fühlen.

Oder Zeiten, in denen wir schönes erleben durften, eine Reise, ein Besuch,

eine Fest, ein schönes Gespräch, eine frohe Begegnung.

Es sind aber nicht nur die großen Momente des Lebens, die uns froh und glücklich machen, sondern  auch vielen kleinen, unscheinbaren und alltäglichen Ereignisse.

Im Moment sind das zum Beispiel Gespräche am Telefon, Grüße und Nachrichten durch die verschiedenen elektronischen Medien, ein Brief, der Mut macht,

oder einfach der Blick hinaus in den Garten, auf die Felder und Weinberge,

wo die Natur zu neuem Leben erwacht.

In einem Mutmachtext eines unbekannten Autors heißt es:

„Ich danke dir

für jedes Lächeln, das mir einer schenkt,

für jede Gefälligkeit, die mir jemand erweist,

für jeden Trost, den ich erhalte,

für jede Blume, die mir Freude bringt.“

 

Diese Momente im Leben sind ganz wichtig, denn sie geben so viel Kraft,

wenn wir sagen müssen  – wie es im Psalm heißt –

„und ob ich schon wanderte im finstern Tal.“

Viele empfinden die Zeit im Moment als finsteres Tal

wegen der Einsamkeit, der Sorge um die Gesundheit,

der Unsicherheit, wie es am Arbeitsplatz, mit dem Betrieb in den nächsten Wochen  weitergehen wird.

Finstere Täler durchwandern auch alle, die einen kranken Menschen begleiten,

für ihn hoffen, um ihn bangen,

oder die Abschied von einem lieben Menschen nehmen mussten und nun alleine, voller Trauer, ihren Weg weitergehen müssen.

 

Eine Hilfe, ein Trost und ein Halt sind in solchen Situationen die Worte unseres Psalms:

„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

 

Der berühmte Philosoph Immanuel Kant sagte einmall:

„Ich habe in meinem Leben viele kluge Bücher gelesen.

Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden,

was mein Herz so stille und froh gemacht hätte,

wie die Worte aus dem 23. Psalm: "Du bist bei mir."

(Zitat zu lesen bei „Gottkontakt.de“ der EKHN)

 

Diese Worte können auch uns im Moment ganz viel Kraft geben

und uns zur Ruhe kommen lassen:

Gott, du guter Hirte meines Lebens, „du bist bei mir“ in den guten und schönen Momenten des Lebens, wenn mir die Sonne des Glücks lacht.

Gott, du guter Hirte meines Lebens, „du bist bei mir“ auch in den finsteren Tälern

des Lebens, in dunklen Stunden, wenn wir uns einsam und verlassen fühlen

und keinen Weg in die Zukunft für uns erkennen können.

Gott, du guter Hirte meines Lebens, „du bist bei mir“ immer und überall,

ich bin nicht allein, nicht vergessen, niemals verloren.

 

Du weißt immer einen Weg für mich heraus aus allen finsteren Tälern des Lebens

ins Licht der Hoffnung und Zuversicht.

Oder wie es in einem Choral aus dem Gesangbuch heißt:

„Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl,

das macht die Seele still und friedevoll.“

 

Das ist eine gute Nachricht für uns

und sie möge uns genauso viel Ruhe, Kraft und Mut geben wie Immanuel Kant.

Mögen auch wir voller Vertrauen beten können:

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Amen.

 

Fürbittengebet:

Wir bringen nun unsere Bitten vor Gott und beten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gott, dir sagen wir, was wir auf dem Herzen haben,

unseren Dank, unsere Sorgen und unsere Bitten.

 Stille (Zeit für persönliche Bitten)

 

Vaterunser

- Amen

 

Segen

 

In einem irischen Segenswort heißt es:

Möge Gott auf dem Weg,

den du vor dir hast, vor dir hergehen.

Das ist mein Wunsch für deine Lebensreise.

Mögest du die hellen Fußstapfen des Glücks finden

und ihnen auf dem ganzen Weg folgen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich;

der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und grüße Sie ganz herzlich!

Gott, der gute Hirte, behüte uns alle!

 

Pfr. Andreas Schenk

 

 

Andacht zum 1. Sonntag nach Ostern

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Andacht für zu Hause am 1. Sonntag nach Ostern, „Quasimodogeniti“

(„Wie die neugeborenen Kinder‘“), 19. April 2020

 

Wir beginnen die Andacht

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Das Bibelwort für diesen Sonntag lautet:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ (1. Petrus 1,5)

 

Wie neugeboren sollen wir uns fühlen durch Ostern, weil die Auferstehung Jesus Christi uns neue Hoffnung schenkt. Dieser Vers hat unserem Sonntag seinen Namen gegeben.

 

Ein Hoffnungswort ist auch der Psalm 116, der für diesen Sonntag vorgesehen ist:

(Evang. Gesangbuch 746, kann in Familien im Wechsel gebetet werden)

Der Herr tut dir Gutes

Sei nun wieder zufrieden, meine Seele;

denn der Herr tut dir Gutes.

     Denn du hast meine Seele vom Tode errettet,

     mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.

Ich werde wandeln vor dem Herrn

im Lande der Lebendigen.

     Wie soll ich dem Herrn vergelten

     all seine Wohltat, die er an mir tut?

Ich will den Kelch des Heils nehmen

und des Herrn Namen anrufen.

     Dir will ich Dank opfern

     und des Herrn Namen anrufen. Halleluja!

 

Mit diesem Gebet zur Osterzeit können wir zu Gott kommen und bitten :

 

Du, Gott des Lichtes und des Lebens,

strahle leuchtend auf über uns.

 

Lass uns spüren das Feuer der Liebe

und wärme unsere Herzen mit deiner Lebensglut,

damit wir erkennen deine Güte

und deine Barmherzigkeit,

die überreich sind für jeden von uns.

 

Lasse uns aufstehen,

wenn Leid unser Leben lähmt -

und lasse uns deine Stimme hören, wenn du rufst:

 

 Ich will, dass du lebst und dass Hoffnung dich aufrichtet.

 Das gewähre uns Gott, der für uns Licht ist am Tag und in der Nacht:

 der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

 Amen (© Gebet aus den Materialien „Gottkontakt.de“ der EKHN)

 

 

Das Evangelium für diesen 1. Sonntag nach Ostern

ist die Erzählung vom ungläubigen Thomas. Johannesevangelium 20, 24-29:

 

24 Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen,

als Jesus kam.

25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen.

Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe

und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege,

kann ich's nicht glauben.

26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt

und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren,

und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch!

27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände,

und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig,

sondern gläubig!

28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du.

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

 

 

Meditation:

Das Osterlicht leuchtet in unseren Kirchen!

Unsere neuen Osterkerzen wurden entzündet, zwar ganz ohne Gemeinde,

aber sie sind ein Zeichen, dass Ostern und unser Glaube für uns ein Hoffnungslicht sein möchte  gerade in schwierigen und dunklen Zeiten.

In diesem Jahr ist als Motiv eben die Geschichte vom ungläubigen Thomas

auf der Kerze zu sehen.

 

 

Thomas möchte Fakten!

Wenn er nicht mit eigenen Augen Jesus gesehen und mit eigenen Händen

geprüft hat, kann er nicht glauben, was die anderen Jüngern ihm erzählen:

„Jesus Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“

Er will seinen Finger in die Wunde Jesu legen.

Und gerade mit dieser Forderung legt er den Finger in seine Wunde!

Er zeigt, was ihn schmerzt. Mit Jesu Tod ist auch seine Hoffnung für die Zukunft gestorben.

In Jesu Wunden spiegeln sich die Wunden wieder, die das Leben bei ihm geschlagen hat.

Er kann sich nicht vorstellen, dass diese einmal überwunden werden.

Er kann nicht glauben, dass neues Leben möglich ist oder auch für ihn wieder ein Licht der Hoffnung leuchtet.

Da ist uns Thomas im Moment sehr nah.

Wie viele Ängste gibt es im Moment durch die Corona-Krise.

Wie und wann wird das Leben – wie wir es kannten - weitergehen?

Wird es danach überhaupt noch so sein, wie es einmal war?

Viele schwere und dunkle Wolken der Sorgen und Ängste verstellen uns den Blick.

Jesus nimmt in unserer Geschichte Thomas ernst.

Er verspricht ihm nicht „das Blaue vom Himmel“ für seine Zukunft, sondern lässt ihn seine Wunden berühren.

Das, was Thomas nicht glauben wollte, ist wirklich geschehen: Jesus lebt,

neues Leben ist möglich, wo alles tot, dunkel und leer erschien,

doch die Wunden bleiben.

Auferstehung ist eine Auferstehung zu neuer Hoffnung, zu einem neuen Leben,

das aber immer gezeichnet ist von den Wunden, von den Narben auf der Seele,

die das vorhergehende Leid hinterlassen hat.

So wie bei Jesus in unserer Geschichte.

Menschen, die einen lieben Menschen durch den Tod verloren haben,

kennen diese Erfahrung sehr gut und sie bleiben ihr Leben lang davon gezeichnet, auch wenn sie einen neuen Weg ins Leben, neuen Lebensmut gefunden und ein neuen Lebensabschnitt beginnen konnten.

Immer wieder, ganz besonders an den Feiertagen und Geburtstagen bricht dann diese Wunde, dieser Schmerz über die Lücke, die im eigenen Leben entstanden ist, wieder auf.

Menschen, die eine schwere Erfahrung entweder überstanden haben oder gelernt haben, mit ihr zu leben, sind verwandelte neue Menschen, aber Menschen mit Wundmalen, die immer wieder auch aufbrechen und schmerzen.

 

Auferstehung erfahren wir in den Wunden Jesu, an den Abgründen und Brüchen des Lebens, immer wieder neu, eben wie Thomas.

Als er die Hand in die Wunde Jesu legte und damit auch alle seine Wunden spürte, erlebte er selbst innerlich eine Auferstehung, eine Auferstehung aus der Trauer,

aus der Resignation, aus Zweifel und Angst.

Er erkannte: Jesus ist  auferstanden, er lebt und mit ihm auch ich.

Auch wir werden auferstehen, aufgerichtet, wenn das Leben uns niederdrückt,

wenn Ereignisse Wunden auf unserer Seele hinterlassen und wenn sie uns niederdrücken. Thomas wurde von Jesus aufgerichtet.

Genauso wird Jesus auch uns aufrichten.

Gerade in den Zeiten der Corona-Krise spüren wir das.

Unser Glaube an Jesus Christus, der auferstanden ist und alles Leid, alles Dunkle, alle Abgründe des Lebens und auch den Tod überwunden hat,

richtet uns auf, wie er Thomas aufgerichtet hat, und gibt uns neue Hoffnung.

Er trägt uns auch durch die dunkelsten Zeiten hindurch wieder ins Licht.

Daran möchte uns die Osterkerze in jedem Gottesdienst erinnern.

Dietrich Bonhoeffer sagte einmal:

„Ich glaube, dass Gott uns so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.

Aber er gibt uns sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.“

Amen.

 

 

Fürbittengebet:

Wir bringen nun unsere Bitten vor Gott und beten:

Gott,

lass dir erzählen, wie es uns geht. In diesen Tagen.

Wo alles so anders ist. So durcheinander.

Wo die Sonne lacht und wir die Freude vergessen.

Wo die Natur neues Leben hervorbringt und wir in Ängsten sind.

Tröste uns, wie eine Mutter tröstet.

 

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.

Den Alten in den Pflegeheimen, die wir nicht mehr besuchen dürfen wie sonst.

Und den Kranken, die meist ohne ihre Lieben in den Krankenhäusern sind.

Allen Menschen, die in ihren Wohnungen bleiben müssen

und die Einsamkeit fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet

 

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.

Den Kindern, die die Sorge der Erwachsenen spüren.

Den Jugendlichen, für die Ruhehalten so schwer ist.

Den Eltern, die jetzt so viele Lösungen finden müssen.

Allen Menschen, die um ihre Existenz fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

 

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.

Den Menschen, die sowieso schon am Ende ihrer Kräfte sind.

In den Flüchtlingslagern in Griechenland und anderswo.

Und lass dir erzählen von den vielen Menschen, dort und hier,

die helfen und nicht müde werden.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

 

Gott, schütte sanft deinen Trost über uns aus. Der uns umhüllt.

Und Segen dazu. Der uns immun macht gegen die Panik.

Sage zu unserem ängstlichen Herzen: „Beruhige dich.“

Sprich zu unserer verzagten Seele:

„Ja, die Gefahr ist da. Aber ich bin bei dir.“

Und noch dazu und allem zum Trotz: Gib uns die Freude wieder.

An der Sonne. An der aufbrechenden Natur.

An den Menschen, die wir lieben. An dir, du Gott des Lebens.

Damit wir mutig durch diese Zeit gehen.

(© Gebet von Pfarrerin Doris Joachim aus den Materialien „Gottkontakt.de“ der EKHN)

 

 Stille (Zeit für persönliche Bitten)

 

 

Vaterunser  - Amen

 

Segen (nach EG Plus +37)

 

Möge die Straße uns einmal wieder zusammenführen

und der Wind in deinem Rücken sein;

sanft falle Regen auf deine Felder,

und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Führe die Straße,

die du gehst immer nur zu deinem Ziel bergab;

hab’, wenn es kühl warme Gedanken

und den Mond in dunkler Nacht.

Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich,

dass Gott dich nicht verlässt;

Er halte dich in seinen Händen,

doch drücke seine Faust dich nie zu fest.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott dich fest in seiner Hand,

halte er dich fest in seiner Hand.

Amen

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und grüße Sie ganz herzlich!

Gott behüte uns alle!

Pfr. Andreas Schenk

 

Liebe Gemeinde

 

AKTUELL 11. April: ANDACHT FÜR OSTERN  >>>>

 

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Aktuell am 4. April 2020

 

Liebe Gemeinde!

Auch in der Karwoche und in der Osterzeit können keine Gottesdienste in unseren Kirchen gefeiert werden.

 

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung schreibt dazu:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschwister,

 

die Ausnahmesituation, in der wir uns befinden, dauert an und wir müssen uns darauf einstellen, dass dies auf jeden Fall bis zum Ende der Osterferien so sein wird.

 

Allen, die derzeit mit Fantasie und großer Energie in den Gemeinden und Einrichtungen in Kirche und Diakonie arbeiten, danke ich sehr.

 

Es ist wunderbar, wie kreativ zurzeit in vielen Formen das Evangelium verkündet wird, ohne sich dabei in Gottesdiensten und Andachten zu versammeln. In der Tat geht es ja nun wirklich darum, die Gemeinschaft, die uns im Glauben miteinander geschenkt ist, zu gestalten und dabei körperlich voneinander Abstand zu halten. Als Christinnen und Christen sind wir in Christus miteinander verbunden und wir sind in Christus Gemeinschaft im Gebet. Was dies bedeutet, wird vielen von uns zurzeit neu bewusst.

 

Natürlich ist es schmerzlich, dass wir gerade jetzt in der Karwoche und an Ostern nicht zusammenkommen können, um miteinander in gewohnter Weise Gottesdienste zu feiern. Auch die Feier des Feier des Abendmahls in unseren Gottesdiensten werden viele vermissen.

 

Manche kritisieren, dass wir uns als Kirche nicht dafür eingesetzt haben, ein Verbot auch für Gottesdienste zu verhindern. Ich will deutlich sagen: Zurzeit geht es darum, die Ausbreitung einer hochgefährlichen Krankheit zu verlangsamen, um dadurch Menschenleben zu retten. Deshalb halte ich es gerade im Namen der Gottes- und Nächstenliebe geboten, dass wir voneinander Abstand halten, um uns gegenseitig zu schützen. Es sollte deshalb nicht gefragt werden, welche Form der Zusammenkunft vielleicht doch irgendwie geht. Es geht darum, gerade das Evangelium, die Botschaft vom Leben, zu verkündigen, indem wir alles uns Mögliche dazu beitragen, um weitere Infektionen zu verhindern.

 

Es gibt auch Möglichkeiten in den Zeiten der Corona-Pandemie an Gottesdiensten teilzunehmen:

 

- an den Fernsehgottesdiensten am Sonntag in ARD, ZDF oder anderen Sendern

- an Hörfunkgottesdiensten

- an Gottesdiensten, die im Internet bereitgestellt werden

 

Wir können ein Gebet und das Vaterunser im Familienkreis oder auch alleine sprechen.

Oder wir feiern eine kleine Andacht zu Hause:

 

Andachten für zu Hause

Andacht zu Ostern

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Wir beginnen die Andacht

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Im Osterpsalm 118 heißt es: (Evang. Gesangbuch 747, kann in Familien im Wechsel gebetet werden)

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,

und seine Güte währet ewiglich.

     Der Herr ist meine Macht und mein Psalm

     und ist mein Heil.

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten:

Die Rechte des Herrn behält den Sieg!

     Die Rechte des Herrn ist erhöht;

     die Rechte des Herrn behält den Sieg!

Ich werde nicht sterben, sondern leben

und des Herrn Werke verkündigen.

     Der Herr züchtigt mich schwer;

     aber er gibt mich dem Tode nicht preis.

Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit,

daß ich durch sie einziehe und dem Herrn danke.

     Das ist das Tor des Herrn;

     die Gerechten werden dort einziehen.

Ich danke dir, daß du mich erhört hast

und hast mir geholfen.

     Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,

     ist zum Eckstein geworden.

Das ist vom Herrn geschehen

und ist ein Wunder vor unsern Augen.

     Dies ist der Tag, den der Herr macht;

     laßt uns freuen und fröhlich an ihm sein.

 

Lied Evang. Gesangbuch 100, 1+2:

Wir wollen alle fröhlich sein

in dieser österlichen Zeit;

denn unser Heil hat Gott bereit'.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,

gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

2. Es ist erstanden Jesus Christ,

der an dem Kreuz gestorben ist,

dem sei Lob, Ehr zu aller Frist.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,

gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

Im Osterevangelium lesen wir, was am ersten Ostermorgen geschah: Markusevangelium 16,1-8: „Jesus ist auferstanden.“

 

1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.

2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.

3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?

4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war;

denn er war sehr groß.

5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.

6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.

7 Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.

8 Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.

 

Lied:

Die Frauen fürchteten sich zunächst. Es brauchte Zeit, bis sich ihre Furcht in Freude verwandelte, genauso wie es ja auch immer Zeit braucht, bis aus Trauer Trost wird.

 

Nach dem Osterevangelium singen wir im Gottesdienst den alten Osterchoral

„Christ ist erstanden“ (Evang. Gesangbuch 99)

Christ ist erstanden

von der Marter alle;

des solln wir alle froh sein,

Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden,

so wär die Welt vergangen;

seit daß er erstanden ist,

so lobn wir den Vater Jesu Christ.

Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja!

Des solln wir alle froh sein,

Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis.

 

 

Gebet zur Auferstehung Jesu:

 

So geht es uns jetzt, ach Gott.

Wie den Frauen am Grab.

Wir zittern und zagen. Entsetzen ist da.

Das Virus macht Angst. Die Einsamkeit auch.

Wer wird uns den Stein von unserem Herzen rollen?

Diesen großen schweren Stein.

Wer wird unsere Hoffnung beleben?

Ach Gott, sende uns deinen Engel. Jetzt.

Der uns erzählt von der Auferstehung

und vom Leben.

Der uns sagt:

Geht weg von dem Grab eurer Hoffnung.

Geht hin ins Leben.

Der unser Herz hüpfen lässt vor Freude.

Denn: Du hast den Tod besiegt.

Jesus lebt. Mit ihm auch wir.

Bleibe bei uns, Gott, jetzt und immer.

Amen.

(© Zentrum Verkündigung der EKHN)

 

Meditation:

In diesem Jahr wird durch die Corona-Virusinfektion das Osterfest ganz anders verlaufen, als wir es geplant hatten. Statt schönen Gottesdiensten, Osterfrühstück, fröhlichen Feiern, Ostereiersuchen mit der Familie, Besuche bei Verwandten, Freundinnen und Freunden ist das Leben zum Stillstand gekommen.

„Wir bleiben zuhause“ heißt es überall als Schutzmaßnahme vor dem Corona-Virus. Deshalb wird es in diesem Jahr leider keine Ostergottesdienste in unserer Kirche geben. Gottesdienst zu Hause ist aber möglich.

An den Osterfeiertagen läuten die Glocken unserer Kirchen:

 

An Ostersonntag, 12. April 2020, um 12 Uhr, soll es ein ökumenisches Ostergeläut in allen Kirchen in ganz Deutschland zur Auferstehung Jesu geben. Das hat die Evang. Kirche in Deutschland mit den kath. Bistümern angeregt.

Ein österlicher Klangteppich soll sich über das ganze Land legen.

 

An Ostermontag, 13. April 2020, läuten um 11 Uhr die Glocken zur Auferstehung Jesu.

Dann sind Sie eingeladen, ein Gebet zu sprechen für Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, für Menschen, die krank sind, oder für unsere Welt. Sie können all die Steine, die Ihnen auf dem Herzen liegen, vor Gott ablegen.

Wenn wir dann alle zum Abschluss das gemeinsame Vaterunser beten,                            sind wir doch verbunden, obwohl wir räumlich getrennt sind.                                                                   Wir spüren: Wir sind nicht allein! Wir sind verbunden mit vielen Menschen hier,                                 in Dittelsheim-Heßloch und Frettenheim und weit darüber hinaus und auch mit Gott.                                                                                                                     Das ist ganz wichtig und gibt so viel Kraft, Hoffnung und Zuversicht.

In diesen Tagen denken wir an den Leidensweg Jesu bis ans Kreuz und an seine                          Auferstehung am Ostermorgen.

Auch für Jesus war es wichtig zu spüren: „Ich bin nicht allein.“

Am Gründonnerstag hatte er noch einmal beim letzten Abendmahl Gemeinschaft mit seinen Jüngern und im Garten Gethsemane suchte er im Gebet die Gemeinschaft mit Gott. Das gab ihm die Kraft seinen dornenreichen Weg zu gehen bis ans Ende am Kreuz. Der Himmel verfinsterte sich, als er an Karfreitag starb.                                          Er wurde begraben und ein großer Stein vor sein Grab gerollt.

Für ihn schien der Weg zu Ende zu sein, alles aus und vorbei, genauso wie für seine Jünger und die Frauen, die ihm gefolgt waren. Die Zukunft erschien dunkel und leer, so dunkel wie der Ostermorgen, als  sich die Frauen auf den Weg zum Grab machten. In Erinnerung daran beginnen wir die Osternacht auch in der Dunkelheit des Ostermorgen.

Da berühren sich die Passionsgeschichte und unsere Empfindungen im Moment.

Genauso fühlen wir uns in der Corona-Krise.

Wir fragen uns: „Wie wird es weitergehen mit der Ausbreitung des Virus,                                  mit der Gesundheit von uns allen, mit der Schule, mit dem Arbeitsplatz, mit dem Betrieb, der jetzt stillsteht oder eingeschränkt ist?“

Viele Fragen gibt es, die sich wie große Steine vor uns auf dem Weg auftürmen                                      und uns den Blick in die Zukunft versperren.

„Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?“, fragten die Frauen am Ostermorgen, als sie aufbrachen.

Wer wälzt die Steine weg, die sich jetzt vor uns auftürmen, auf der Schulter, auf dem Herzen oder im Magen liegen, fragen wir?

Finster und unverrückbar erscheinen sie. Sie versperren den Blick.

Doch das scheint nur so.

Denn die Frauen erlebten an Ostern Überraschendes.

Der Stein war weggewälzt und da erwartet sie ein Engel, der sagt:

Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden.“

Statt Trauer und Tod ist das jetzt Leben, statt Dunkelheit Licht.

 

Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass alles Schwere und Dunkle, das wie ein Stein auf uns lastet, den Blick eng und die Hoffnung klein werden lässt, und auch der Tod niemals endlos ist.

An Ostern hat Jesus diese Steine hinweggeräumt und uns den Weg geebnet aus der Dunkelheit ins Licht, aus dem Tod in ein neues Leben.

Auf diesem Weg dürfen wir ihm folgen. In einem Choral heißt es:

„Jesus lebt, mit ihm auch ich….nichts soll mich von Jesus scheiden,

keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Seine Treue wanket nicht;

dies ist meine Zuversicht. “ (Evangelischen Gesangbuch 115,1+5)

Der auferstanden Jesus Christus stellt unsere Füße immer wieder auf weiten Raum und möchte unser Herz jeden Tag neu mit Zuversicht und auch Freude füllen.

Nach den schweren Zeiten kommen wieder helle, frohe und leichte Tage

voller Leben. Dies wird auch jetzt so sein.

Daran erinnert uns das Osterfest jedes Jahr neu und gibt uns so ganz viel Hoffnung und Zuversicht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Amen.

 

 

Fürbittengebet:

Mit dem folgenden Gebet, das von der hessischen und pfälzischen evang. Kirche aufgeschrieben

 und in viele Sprachen übersetzt wurde, sind wir über alle Grenzen hinweg verbunden:

 

Gott, unser Vater,

durch deinen Geist sind wir miteinander verbunden

im Glauben, Hoffen und Lieben.

Auch wenn wir in diesen Zeiten vereinzelt sind:

Wir sind Teil der weltweiten Gemeinschaft deiner Kinder.

Lass wachsen unser Vertrauen in deine Nähe und in die Verbundenheit

mit unseren Schwestern und Brüdern.

Die erkrankt sind, richte auf.

Mache leicht die Herzen der Einsamen.

Den Verantwortungsträgern gib Weisheit und Mut.

Stärke die Frauen und Männer im medizinischen Dienst.

Unseren Geschwistern in der weltweiten Kirche stehe bei.

Uns allen schenke Ideen, unserer Verbundenheit Ausdruck zu geben.

 

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

 

 Stille (Zeit für persönliche Bitten)

 

 

Vaterunser  - Amen

 

Segen (nach EG Plus +37)

 

Möge die Straße uns einmal wieder zusammenführen

und der Wind in deinem Rücken sein;

sanft falle Regen auf deine Felder,

und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Führe die Straße,

die du gehst immer nur zu deinem Ziel bergab;

hab’, wenn es kühl warme Gedanken

und den Mond in dunkler Nacht.

Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich,

dass Gott dich nicht verlässt;

Er halte dich in seinen Händen,

doch drücke seine Faust dich nie zu fest.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott dich fest in seiner Hand,

halte er dich fest in seiner Hand.

Amen

 

 

 

 

Andacht zum Karfreitag

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Andacht zum Karfreitag

 

 

Wir beginnen die Andacht

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Im Bibelwort für  Karfreitag heißt es:

„Also hat Gott die Welt geliebt,

dass er seinen eingeborenen Sohn gab,

auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden,

sondern das ewige Leben haben.“     (Johannesevang. 3,16)

 

Psalm 22 (Evang. Gesangbuch 709, kann in Familien im Wechsel gebetet werden)

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.

     Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht,

     und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

Du aber bist heilig,

der du thronst über den Lobgesängen Israels.

     Unsere Väter hofften auf dich;

     und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.

Zu dir schrien sie und wurden errettet,

sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.

     Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe;

     denn es ist hier kein Helfer.

Aber du, Herr, sei nicht ferne;

meine Stärke, eile, mir zu helfen!

 

Gebet:

Jesus Christus,

Wir schauen heute auf dein Kreuz,

auf dein Leid, deine Verzweiflung.

Wir bitten dich, sei uns nahe

überall dort, wo wir unser Kreuz zu tragen haben,

wo wir Angst haben, traurig oder einsam sind.

Richte du uns auf, gibt uns Kraft und Zuversicht.

Sei du unser Halt und unsere Hilfe.

Das bitten wir dich.

Amen.

 

Evangelium für den Karfreitag:

Die Kreuzigung Jesu.

Johannesevangelium 19,16-30:

 

Sie nahmen ihn aber

17 und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha.

18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.

19 Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden.

20 Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache.

21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden.

22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.

23 Als aber die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch das Gewand. Das war aber ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück.

24 Da sprachen sie untereinander: Lasst uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.«

Das taten die Soldaten.

25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn!

27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

28 Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet.

29 Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund.

30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied.

 

Evangelisches Gesangbuch 85

1. O Haupt voll Blut und Wunden,

voll Schmerz und voller Hohn,

o Haupt, zum Spott gebunden

mit einer Dornenkron,

o Haupt, sonst schön gezieret

mit höchster Ehr und Zier,

jetzt aber hoch schimpfieret:

gegrüßet seist du mir!

 

 

 

Meditation:

Heute betrachten wir Jesus am Kreuz.

Ein Bild voller Leid und Qual. Hilflos, haltlos und von allen verlassen fühlt er sich.

Ein Bild, von dem wir uns normalerweise abwenden.

Wir lieben viel mehr schöne Bilder, Bilder voller Glück.

Doch wenden wir uns nicht ab, sondern betrachten uns das Bild von Jesus am Kreuz.

Darin erkennen wir gerade im Moment viel von unserer Situation.

Wie viele Menschen fühlen sich jetzt, in den Corona-Krise, genauso hilflos, allein und verlassen wie Jesus am Kreuz.

So viele Menschen auf dieser Erde sterben qualvoll an den Folgen des Corona-Virus.

So viele Menschen trauern jetzt wie die Jünger und die Frauen, die Jesus gefolgt waren.

Das Leid aller Menschen spiegelt sich im Kreuz Jesu wieder.

Und doch ist das Kreuz Jesu für uns ein Hoffnungszeichen, eine große Hilfe und ein Halt und kein Symbol für die Macht des Todes.

Es zeigt. Auch dort, wo das Leben dornenreich, finster, schwer ist und die Zukunft dunkel und leer erscheint, und selbst in der Dunkelheit des Todes ist Gott da, an unserer Seite.

In Jesus ist er dorthin gegangen. Wir sind nicht allein. Er hört unsere Klagen und Bitten. Er leidet mit uns. Dafür ist das Kreuz ein Zeichen.

Das kann schon ganz viel helfen, dass jemand da ist, dem ich alles sagen kann, bei dem ich mir einmal alles von der Seele reden kann im Gebet.

Die Glocken, die an Karfreitag um 15 Uhr zur Sterbestunde Jesu läuten, laden dazu ein.

 

In der Passionsgeschichte des Johannes gibt uns Jesus auch eine Hilfe, wie wir durch Krisenzeiten hindurchkommen können.

Zu seiner Mutter und seinem Jünger Johannes sagt er:

„Das ist dein Sohn! Das ist deine Mutter!“

Jesus bittet die beiden mit diesen wenigen Worte: „Seid immer füreinander da.“

Das ist für uns jetzt auch eine große Hilfe und ganz wichtig, um durch diese Corona-Krisenzeit zu kommen.

Viele Menschen sind jetzt füreinander da, übernehmen füreinander Verantwortung: sich helfen bei der Corona-Einkaufshilfe oder Nachbarschaftshilfe, helfen mit, dass die Versorgung von uns allen aufrecht erhalten werden kann im medizinischen Bereich, in der Pflegen, bei der Versorgung mit Lebensmitteln und mit allem, was wir zum Leben brauchen.

Viele Menschen haben jetzt ein gutes Wort für andere, sorgen in den Schulen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause weiter Neues lernen können oder helfen mit, dass Betriebe diese schwierige Zeit überstehen. Die Menschen übernehmen Verantwortung füreinander, indem sie Abstand halten zu anderen, oft zu Hause bleiben, auch auf schöne Treffen mit anderen verzichten, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Sie helfen mit, dass so besonders gefährdete Risikogruppen geschützt werden.

Die Liste ließe sich noch ganz lange fortsetzten. Sie selbst können bestimmt noch ganz viele Beispiele nennen.

„Gemeinsam und nicht einsam“ so hieß einmal eine Aktion der Diakonie

Gemeinsam, miteinander und mit Gottes Hilfe können wir diese schwierige Zeit bestehen.

Wie Jesus mit Gottes Hilfe diese schwere Zeit überstanden und an Ostern dann überwunden hat, wie auch Maria und Johannes nach Jesu Kreuzigung füreinander da waren und sich neu im Leben eingerichtet hatten, so werden auch wir diese schwierige Corona Zeit miteinander und mit Gottes Hilfe überstehen.

So wird das Kreuz Jesu für uns gerade jetzt ganz besonders zu einem Trost- und vor allen Dingen zu einem Hoffnungszeichen.

 

Amen.

 

 

Fürbittengebet:

Gott!

Wir denken heute an alle, die an Kreuz zu tragen haben.

Wir bitten dich:

Hilf ihnen, stehe ihnen bei. Zeige ihnen Wege heraus aus allem Leid, aller Dunkelheit hin zum Licht der Hoffnung.

Wir bitten dich für

die Kranken,

die Trauernden,

die Verzweifelten,

die Ängstlichen,

die Mutlosen,

In der Stille können Sie noch eigene Bitten hinzufügen

 (Zeit für persönliche Bitten)

 

Vaterunser  - Amen

 

Segen

Der HERR segne dich und behüte dich;

der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen

 

 

Andacht zum Gründonnerstag

 

 

Wir beginnen die Andacht

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Im Bibelwort für Gründonnerstag heißt es:

Jesus spricht:

Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt,

den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt,

den wird nimmermehr dürsten.        (Johannesevang. 6,35)

 

 

Gebet:

Guter Gott!

Wir bitten dich, bleibe bei uns!

Lass uns jetzt besonders deine Nähe spüren,

denn das gibt uns ganz viel Kraft und Zuversicht.

Amen.

 

 

Im Evangelium für den Gründonnerstag hören wir die Einsetzung des Abendmahls durch Jesus:

Markusevangelium 14, 12-25:

 

Das Abendmahl

12 Und am ersten Tage der Ungesäuerten Brote, als man das Passalamm opferte, sprachen

seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und das Passalamm bereiten,

damit du es essen kannst?

13 Und er sandte zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch

ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folgt ihm

14 und wo er hineingeht, da sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen:

Wo ist der Raum, in dem ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern?

15 Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern versehen und vorbereitet ist;

dort richtet für uns zu.

16 Und die Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte,

und bereiteten das Passalamm.

17 Und am Abend kam er mit den Zwölfen.

18 Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch:

Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten.

19 Und sie wurden traurig und fragten ihn, einer nach dem andern: Bin ich's?

20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht.

21 Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird!

Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.

22 Und als sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach:

Nehmet; das ist mein Leib.

23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.

24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.

25 Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr trinken werde vom Gewächs des Weinstocks

bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinke im Reich Gottes.

Amen.

 

Meditation:

 

Vor genau 75 Jahren, am 9. April 2020 starb Dietrich Bonhoffer im KZ Flossenbürg.

Kurz vor Kriegsende wurde er dort hingerichtet.

Er hatte  sich dem Widerstandskreis gegen Hitler angeschlossen und wurde verhaftet.

Aus seiner Gefängniszelle schrieb er viele Briefe, hielt so Kontakt zu seiner Familie, seinen Freunden.

Das war ihm ganz wichtig und gab ihm viel Kraft.

 

Es wird berichtet, dass er auch im Gefängnis sehr zuvorkommend und freundlich gegenüber anderen war, was selbst das Wachpersonal sehr beeindruckte.

Er fühlte sich gehalten und getragen von den Menschen, die ihm wichtig waren und mit denen er durch seine Briefe in Verbindung blieb, aber ganz besonders von Gott.

 

Sein berühmtes Gedicht „Von guten Mächten“ stammt aus dem Gefängnis in Berlin zum Jahreswechsel 1944/45. Diese Worte geben auch uns heute Kraft und Zuversicht:

 

„Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

(vgl. Evang. Gesangbuch 65,7)

 

Auch Jesus suchte am Abend, als er verraten wurde, noch einmal den Kontakt und die Nähe seiner Jünger. Gemeinsam hielten sie das letzte Abendmahl.

Und im Garten Gethsemane suchte er im Gebet die Nähe Gottes.

Das gab ihm Kraft seinen Weg ans Kreuz zu gehen.

 

Das Abendmahl wurde von da an für uns alle zum Zeichen der Nähe Jesu.

Wenn wir die Einsetzungsworte hören, Abendmahl feiern, Brot und Wein oder Saft teilen, ist Jesus mitten unter uns. Ganz leibhaftig können wir spüren: Wir sind nicht allein auf unserem Weg durch die Zeit. Im Moment können wir durch die Corona-Schutzmaßnahmen das Abendmahl zwar nicht gemeinsam feiern. Aber das, was es sichtbar macht, gilt auch so:

Gott und Jesus Christus sind an unserer Seite. In vielen Worten der Bibel wird uns das zugesagt.

Deswegen dürfen wir jetzt, in dieser Zeit mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer voller Vertrauen beten:

 

„Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern

des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,

so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern

aus deiner guten und geliebten Hand.

 

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken

an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,

dann wolln wir des Vergangenen gedenken,

und dann gehört dir unser Leben ganz.

 

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,

die du in unsre Dunkelheit gebracht,

führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.

Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

 

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,

so lass uns hören jenen vollen Klang

der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,

all deiner Kinder hohen Lobgesang.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

(vgl. Evang. Gesangbuch 65)

 

In der Stille können wir all das,

was uns auf dem Herzen liegt, vor Gott bringen.

              Stille (Zeit für persönliche Bitten)

 

Vaterunser  - Amen

 

Segen

 

Der HERR segne dich und behüte dich;

der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen

 

 

 

Andacht zum Palmsonntag:

 

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Im Bibelwort für die neue Woche heißt es:

„Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben,

das ewige Leben haben." (Johannes 3,14b.15)

 

Der Psalm 69, der an Palmsonntag gebetet wird,

verleiht dem Wort, was viele von uns jetzt fühlen:

 

„Sei mir nahe, denn mir ist angst" lautet die Überschrift

(Der Psalm kann in Familien in verteilten Rollen gelesen werden.)

 

Gott, hilf mir!

Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.

     Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;

     ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.

Ich habe mich müde geschrien,

mein Hals ist heiser.

     Meine Augen sind trübe geworden,

     weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

Ich aber bete zu dir, Herr, zur Zeit der Gnade;

Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

     Errette mich aus dem Schlamm,

     dass ich nicht versinke,

dass ich errettet werde vor denen, die mich hassen,

und aus den tiefen Wassern;

     dass mich die Flut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge

     und das Loch des Brunnens sich nicht über mir schließe.

Erhöre mich, Herr, denn deine Güte ist tröstlich;

wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit

     und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte,

     denn mir ist angst; erhöre mich eilends.

Nahe dich zu meiner Seele und erlöse sie,

Gott, deine Hilfe schütze mich!

Amen.,

 

Gebet zu Psalm 69:

 

Guter Gott!

Wir bitten dich, beschütze uns alle.

Sei uns nahe in allen Ängsten und Sorgen.

Gib uns Kraft und Zuversicht für die neue Woche,

damit wir alle Aufgaben und Anforderungen, die auf uns warten,

gut meistern können.

Das bitten wir dich durch Jesus Christus, der uns nicht einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben hat und immer wieder neu schenkt.

Amen.

 

Das Evangelium für den Palmsonntag ist die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem:

Johannesevangelium 12, 12-19:

 

12 Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem käme,

13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen:

Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!

14 Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9):

15 »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.«

16 Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte.

17 Das Volk aber, das bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief

und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat.

18 Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan.

19 Die Pharisäer aber sprachen untereinander:

Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Amen.

 

Meditation zu Johannes 12:

 

Eine schöne Geschichte.

Viele Menschen kommen zusammen, dicht an dicht gedrängt.

Sie schwenken Palmzweige wie Fahnen und jubeln Jesus zu.

Für uns hört sich das im Moment wie eine Geschichte aus ferner Zeit an.

Schon 3 Wochen ist es her, dass wir –wie die Menschen damals in Jerusalem- zusammenkamen mit anderen Menschen in der Kirche, in der Schule, im Konfi-Unterricht, am Arbeitsplatz, bei Feiern zu Geburtstagen und Jubiläen, beim Sport….

 

Im Moment, in der Corona-Krise, heißt es: „Haltet Abstand, mindestens 1,5 Meter. Bleibt zu Hause.“

Und doch gibt es auch jetzt viele Möglichkeiten, dass wir in Verbindung bleiben, uns verbunden fühlen trotz aller räumlichen Trennung.

 

Das ökumenische Glockenläuten sonntags um 11 Uhr oder das Mittagsläuten werktags um 11 Uhr laden uns ein, durch das gemeinsame Gebet in verschiedenen Häusern vor Gott verbunden zu sein.

 

Ein Anruf, eine e-mail, eine Whats-App, eine Karte, ein Brief kann anderen Menschen viel Mut machen und zeigen: „Ich bin nicht allein, andere denken an mich.“

 

Die Nachbarschaftshilfe und alle Menschen, die sich in der Corona-Einkaufshilfe engagieren, zeigen:

„Wir sind füreinander da. Es ist uns wichtig, dass alle gut versorgt sind, es allen gut geht.“

Immer neue kreative Ideen gibt es, wie wir in Verbindung bleiben.

Genau das ist es was, Jesus vorgelebt und uns mit auf den Weg gegeben hat:

„Bleibt in Verbindung untereinander und auch mit Gott.“

 

Am heutigen Palmsonntag wollten 7 junge Menschen in Dittelsheim und 9 junge Menschen in Bechtheim Konfirmation feiern. Bei der Konfirmation bekennen die Jugendlichen im Gottesdienst, dass Sie mit Gott und Jesus Christus auf ihrem Weg ins Leben in Verbindung bleiben wollen.

 

Und Gottes Segen, der ihnen am Altar in der Kirche zugesprochen wird,  zeigt:

„Gott und Jesus Christus bleiben mit euch in Verbindung zu allen Zeiten und an allen Orten.

Darauf könnt ihr euch verlassen.“

 

Die Konfirmation musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden:

-in Dittelsheim auf Sonntag, den 6. September 2020, 10 Uhr,

 Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, den 23.8.2020, 10 Uhr,

-in  Bechtheim auf Sonntag, den 16. August 2020, 10 Uhr,

  Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, den 5. Juli 2020, 10.30 Uhr

 

Wir hoffen, dass wir an diesen Terminen wieder uneingeschränkt zusammen kommen dürfen und diesen besonderen Tag mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden feiern dürfen!

Bis dahin bleiben wir in der Konfi-Gruppe in Verbindung und bereiten die Gottesdienste noch schön gemeinsam vor.

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten Palmsonntag!

Bleiben Sie alle gesund!

Gott behüte und beschütze uns alle,  er sei mit uns auf all unseren Wegen!

Amen.

Herzliche Grüße

Pfr. Andreas Schenk

 

Fürbittengebet

Mit dem folgenden Gebet, das von der hessischen und pfälzischen evang. Kirche aufgeschrieben

 und in viele Sprachen übersetzt wurde, sind wir über alle Grenzen hinweg verbunden:

 

Gott, unser Vater,

durch deinen Geist sind wir miteinander verbunden

im Glauben, Hoffen und Lieben.

Auch wenn wir in diesen Zeiten vereinzelt sind:

Wir sind Teil der weltweiten Gemeinschaft deiner Kinder.

Lass wachsen unser Vertrauen in deine Nähe und in die Verbundenheit

mit unseren Schwestern und Brüdern.

Die erkrankt sind, richte auf.

Mache leicht die Herzen der Einsamen.

Den Verantwortungsträgern gib Weisheit und Mut.

Stärke die Frauen und Männer im medizinischen Dienst.

Unseren Geschwistern in der weltweiten Kirche stehe bei.

Uns allen schenke Ideen, unserer Verbundenheit Ausdruck zu geben.

 

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

 

 

Stille (Zeit für persönliche Bitten)

 

Vaterunser  - Amen

 

Segen

Der HERR segne dich und behüte dich;

der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

 

 

 

Pfarrerin Doris Joachim vom Zentrum Verkündigung unserer Landeskirche hat Gebete und eine Andacht für zu Hause entworfen. Sie sind ein schöner Leitfaden:

 

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

 

Gebet zu Psalm 34,8:

„Der Engel des HERRN lagert sich um die her,

die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.“

 

Jetzt, mein Gott, täten Engel gut.

An unserer Seite und um uns herum.

Denn wir brauchen Mut.

Und Phantasie.

Und Zuversicht.

Darum: Sende deine Engel.

Zu den Kranken vor allem.

 

Stille

 

Und zu den Besorgten.

 

Stille

 

Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden:

Ärztinnen und Pfleger,

Rettungskräfte und Arzthelferinnen,

alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.

 

Stille

Sende deine Engel zu den Verantwortlichen

in Gesundheitsämtern und Einrichtungen,

in Politik und Wirtschaft.

 

Stille

 

Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.

 

Stille

 

Sende deine Engel auch zu denen,

an die kaum jemand denkt – jetzt in der Zeit der Epidemie:

Die Menschen auf der Straße,

die Armen,

die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland

und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.

 

Stille

 

Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut.

Du hast sie schon geschickt.

Sie sind ja da, um uns herum.

Hilf uns zu sehen, was trägt.

Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet,

mit dir, mein Gott.

Denn das ist’s, was hilft und tröstet.

Jetzt und in Ewigkeit. Amen.

 

 

 

Meditation zu Psalm 34,8

 

Der Engel Gottes  lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

 

Engel.

Sie lagern um uns herum.

Sie breiten ihre Flügel aus oder ihre Arme – je nach dem.

Sie schützen nicht vor dem Virus.

Aber vor der Angst.

Das können sie:

Uns die Angst nehmen.

Und die Panik vor dem, was uns beunruhigt.

Engel wiegen uns nicht in falscher Sicherheit.

Aber sie können die verängstigte Seele wiegen.

In ihren Armen oder Flügeln – je nach dem.

 

Im Moment reicht ein Engel nicht.

Da brauchen wir schon ein paar mehr.

Die Fülle der himmlischen Heerscharen,

wie damals – als Jesus geboren wurde – da waren sie alle da.

Die Engel.

Und sie haben gesagt: Fürchtet euch nicht.

Denn sie fürchteten sich – also die Hirten.

Und wir fürchten uns auch.

Vor dem, was plötzlich kommen könnte.

 

Oder was schon da ist.

Wir fürchten uns vor der Ungewissheit und vor dem,

was uns den Boden unter den Füßen wegzureißen droht.

Damals haben die Engel eine große Freude verkündet,

die allem Volk widerfahren soll.

Nämlich, dass der Heiland geboren sei.

 

Das klingt wie von einem anderen Stern.

„Große Freude.“

Aber wieso sollte das nicht auch heute gelten?

Ist Gott etwa nicht da, nur weil das Virus da ist?

Fürchtet euch nicht.

Das will ich auch jetzt hören.

Daran halte ich mich fest.

Mitten in der Angst – Freude.

Mitten in der Angst – ein Lächeln.

Mitten in der Angst – helfende Menschen.

Mitten in der Angst – Solidarität unter uns.

Das gibt es ja alles.

Trotz Corona. Mancherorts auch gerade wegen Corona.

Mitten in der Angst, mitten in der Sorge – die Engel.

Sie schützen nicht vor dem Virus – so ist das halt.

Aber es sind die himmlischen Wesen, die uns Bodenhaftung geben können.

 

Okuli – das heißt: meine Augen.

Ich will meine Augen öffnen und die Engel sehen.

Oder hören. Oder spüren.

In mir, hinter mir, neben mir.

Auch in den Menschen, denen ich begegne.

Jetzt halt etwas mehr auf Abstand oder per Telefon.

So geht es auch.

Gottes Engel lagern um uns her und helfen uns heraus.

Das glaube ich gewiss.

 

 

Gebet

Guter Gott, ich bitte dich  darum,

dass mich keine Furcht überkommt.

 

Guter Gott, lass mich besonnen

und mit klarem Blick erkennen,

was ich hier und heute tun kann.

 

Guter Gott, lass mich gut für mich

und die Menschen neben mir sorgen.

 

Guter Gott, zeige mir, wie ich

anderen Menschen helfen kann.

 

Stille

 

Vaterunser

Amen

 

 

Segen

Der HERR segne dich und behüte dich;

der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Amen.

EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE DITTELSHEIM-HESSLOCH-FRETTENHEIM

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Ev. Kirchengemeinde Dittelsheim-Heßloch-Frettenheim 2008/2020 - letzte Aktualisierung  Montag, 25. Mai 2020

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und Pfarrer Markus Müsebeck (Dorn-Dürkheim)